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Innovative OP-Steuerung

Ein Beitrag von Julia Diefenbach

Blackbox OP

Dass der OP der kostenintensivste Bereich des Krankenhauses ist, ist kein Geheimnis. Dennoch fehlt es nach wie vor vielen Kliniken an Transparenz in ihrem Kernbereich, was große Optimierungspotentiale im OP vermuten lässt.
Die Etablierung eines OP-Berichtswesens hat zum Ziel, Transparenz zu schaffen, den OP mit Hilfe der Kennzahlen zu steuern und die kostenintensiven OP-Kapazitäten effizient zu nutzen.

OP Live-Tool – simple, quick, smart

Als intuitives, webbasiertes Steuerungsinstrument für den OP ermöglicht das Tool einen einfachen Zugang für den Nutzer – es kann von der Geschäftsleitung bis hin zum Chefarzt genutzt werden.
Mühsame Datenexporte aus dem Krankenhausinformationssystem und Aufbereitung der Kennzahlen im Excel-Format waren gestern. Mit dem OP Live-Tool lassen sich relevante Auswertungen für die Nutzer per Knopfdruck generieren.
Die Produktentwicklung erfolgte gemeinsam mit erfahrenen Experten aus der Praxis. Dadurch enthält das OP Live-Tool alle relevanten Steuerungskennzahlen für die Kliniken, die automatisiert in übersichtlichen Grafiken dargestellt sind.

Individuelle Analysen auf Knopfdruck

Das OP-Live Tool by BinDoc & Oberender ist in vier übergeordnete Bereiche gegliedert, welche sich aus unterschiedlichen Kennzahlen zusammensetzen (siehe Abbildung 1).
Diese Kennzahlen lassen sich wiederum auf unterschiedlicher Detailebene analysieren: Auswertungen bestimmter Zeiträume, Fachabteilungen, Eingriffsarten (ambulant / stationär oder elektiv / Notfall) oder OP-Säle stehen den Nutzern ad hoc zur Verfügung (siehe Abbildung 2). Sie ermöglichen die Identifikation von Schwachstellen und folglich eine gezielte Gegensteuerung.
In der Regel haben Geschäftsführung, beteiligte Chefärzte, OP-Management, OP-Lenkungsgruppe, Pflegedirektion und Controlling Zugang zum OP-Tool.
Darüber hinaus können bei Bedarf Detailanalysen zur strategischen Ausrichtung des OPs durchgeführt werden: Benötigt eine Fachabteilung aufgrund starker Leistungssteigerungen mehr OP-Kapazität? Kann die OP-Auslastung der einzelnen Säle durch Clusterung von Fachabteilungen optimiert werden? Können OP-Säle verschiedener Standorte strategisch sinnvoll ausgerichtet werden?
Diesen Fragestellungen widmet sich in der Regel der OP-Manager.

Abbildung 1: Übersicht Auswertungsmöglichkeiten OP Live-Tool by BinDoc & Oberender (Auszug)

Projekterfolge gehen in den Millionen-Bereich

Die Einführung eines OP-Reporting-Systems legt den Grundstein für potenzielle Prozessoptimierungen im Kernbereich eines Klinikums. Mit Hilfe des OP-Reportings lassen sich Optimierungspotentiale aufdecken, deren Umsetzung häufig Projekterfolge im Millionenbereich bedeuten.
In einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung konnte nach Etablierung eines OP-Reportings eine gezielte Reorganisation des OP-Bereiches durchgeführt werden. Durch Optimierung von Erstschnittzeiten und Wechselzeiten sowie Leistungssteigerungen ausgewählter Fachabteilungen konnten die Casemixpunkte aus operierten Fällen innerhalb von zwei Jahren um 12 % gesteigert werden. Umgerechnet bedeutet dies Erlössteigerungen in Höhe von circa 5,5 Millionen Euro.
Dies verdeutlicht den Bedarf und insbesondere den hohen Nutzen, der mit Etablierung eines OP-Reporting-Systems einhergeht.

Abbildung 2: Interaktives Dashboard OP Live-Tool by BinDoc & Oberender

 

 

Julia Diefenbach

Julia Diefenbach ist Beraterin bei der Oberender AG und betreut in einzelnen Projekten sowie im Managementvertrag für das Klinikum Heidenheim u. a. das Thema OP-Prozesse.